Kategorie: Umwelt

Eine Heimat für Wildbienen

Eine Heimat für Wildbienen


Die Welt der Wildbienen ist enorm vielfältig, faszinierend und liebenswert. Im Gegensatz zu der hinlänglich bekannten Honigbiene, bilden Wildbienen keine Sozialstaaten oder Kolonien. Sie leben einzelgängerisch und weibliche Bienen kümmern sich nach der Paarung alleine um ihren Nachwuchs. Deutschlandweit tummeln sich über 560 Wildbienenarten in unterschiedlichsten Lebensräumen. Die Bedeutung für die Bestäubung von Blütenpflanzen wurde lange unterschätzt und wird heute mindestens so hoch wie die Leistungen der Honigbienen eingeschätzt.
Die Bedrohungen für unsere Wildbienenbestände sind hinreichend bekannt. Die industrialisierte Landwirtschaft mit ihrer zunehmenden Intensivierung und dem Einsatz von Herbiziden führt zu einer noch nie dagewesenen Blütenarmut in der freien Landschaft. Unsere Hausgärten werden zunehmend in sterile Steinwüsten umgewandelt - auch hier gehen der Blütenreichtum und Nistmöglichkeiten verloren. Insektizide, allen voran die sogenannten Neonicotinoide, werden in der Landwirtschaft und in Hausgärten versprüht, wirken direkt und meist tödlich auf Wildbienen und andere Insekten.
Der NABU Altenkirchen möchte mit seinem Projekt informieren, aufklären und die Situation für Wildbienen verbessern. Das Projekt wird im Ölferbachtal unterhalb der Ortslage Oberölfen angesiedelt. Es wird Bestandteil eines geplanten Kulturlandschaftspfades und soll für die Öffentlichkeit und Schulklassen zugänglich werden.
Das Ölferbachtal wird hauptsächlich extensiv bewirtschaftet. Beweidung mit Kühen und Schafen sowie ein- bis zweischürige Mahd sind die die gängigen Bewirtschaftungsmethoden. Dies führt erfreulicherweise zu einem überdurchschnittlichen Blütenreichtum als auskömmlich Nahrungsgrundlage für eine artenreiche Wildbienenpopulation.
Auf einer Weide werden den Wildbienen einige hundert Quadratmeter Fläche zur Verfügung gestellt. Mit einem stabilen Eichenzaun wurden die Flächen bereits gegen Weidevieh gesichert. Der nährstoffreiche Oberboden wird aufgenommen und für bodennistende Wildbienen gegen Substrate wie Sand, Kies oder Schotter ausgetauscht. Spezielle Strukturelemente wie Steine, Trockenmauern und Totholz erhöhen das Angebot an Nistmöglichkeiten. Blühsträucher und spätblühende Stauden sichern den Wildbienen das Nahrungsangebot vom Frühjahr bis in den Spätsommer. Ein Wildbienenhaus und Informationstafeln ergänzen die Anlage und informieren Interessierte.

KOMMENTARE

PROJEKT TEILEN




STANDORT

INFOS

Kategorie: Umwelt

endet am: 31 Mai 2018

Adresse: Talweg , 57612 Oberölfen, Deutschland